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Neuer Betriebskostenspiegel für das Land Brandenburg

POTSDAM 14.12.2018:
Nachdem der Deutsche Mieterbund (DMB) am Montag in Berlin den jährlich erscheinenden Betriebskostenspiegel für Deutschland vorgestellt hat (siehe auch Mieterbund.de), wird hiermit der Betriebskostenspiegel für das Land Brandenburg durch den brandenburgischen DMB-Landesverband herausgegeben.

Diesem Transparensinstrument liegen rund 550.000 Quadratmeter untersuchter Mietwohnungsfläche zugrunde. Die Wohnungsmieter im Land Brandenburg zahlten danach für das Abrechnungsjahr 2016 durchschnittlich 2,23 €/qm und Monat an Betriebskosten. Für eine Wohnung von 80 qm sind das 178,40 € monatlich und

2.140,80 € je Jahr. Dies ist ein Betrag der über dem Durchschnittspreis für Deutschland liegt, denn der liegt bei lediglich 2,19 €/qm im Monat. Wird für Brandenburg unterstellt, dass in Einzelfällen alle rechtlich möglichen BetrKost-Arten anfallen, würden für diese Wohnungen gar 2,72 €/qm im Monat durchschnittlich anfallen und die festgestellte Spanne liegt hier zwischen 2,20 und 3,47 €/qm.

Insbesondere die Heiz- und Warmwasserkosten sowie die Wasser- und Abwasserkosten sind in Brandenburg deutlich höher als im Bundesdurchschnitt und höher als im Durchschnitt der Bundesländer Ost. Aber auch im Flächenland Brandenburg bestehen zum Teil erhebliche Unterschiede bei diesen Kostenarten, welche ganz wesentlich die Gesamthöhe der Betriebskosten bestimmen. Dies wird schon dadurch erklärbar, dass bei Fernwärme in Wittstock z.B. lediglich etwas über 50 €/MWh und in Frankfurt(Oder) rund das Dreifache dessen zu zahlen ist. Die Mehrzahl der Fernwärmeversorger liegt um die 100 €/MWh. Soweit einige Energieversorger sowie Wasserver- und Abwasserentsorger bereits für 2017/18 weitere Preiserhöhungen vorgenommen und für 2019 angekündigt haben, ist einerseits mit einer weiteren Erhöhung der Betriebskosten im Lande und andererseits einer Vergrößerung der Unterschiede zwischen den Städten und Gemeinden zu rechnen. Als Interessenverband der MieterInnen treten wir - übrigens zum Teil gemeinsam mit Vermieterverbänden - entschieden gegen diese Entwicklung an. Immerhin handelt es sich meist um Kommunen bzw. kommunale Eigenbetriebe und Zweckverbände, welche für diese Kostenentwicklung in der Verantwortung stehen.

BKS 2016

Datenerfassung 2017/18

BKS 2015

Datenerfassung 2016/17